Ehre sei Gott in der Höhe

jedesmal wenn Weihnachten woanders verbracht wird ist ein leicht rauschiges Bild obligatorisch...
Weihnacht- welches Menschenherz schweift nicht in Erinnerungen, wenn es dieses Wort vernimmt. Einige Tage vor Heiligabend, wir schreiben den 21.12.2011, befinde ich mich im Badezimmer. Da am morgigen Tag unser großes Weihnachtstück zum Besten gegeben wird, trimme ich noch meinen Bart. Plötzlich vernimmt mein Ohr ein Wirrwarr an Stimmen an meiner Wohnungstür. Augenblicke später lässt sich das Geräusch in einen Kindergesang von „We wish you a merry christmas“ einordnen. Schnell das Hemd übergeworfen, eile ich zur Tür. Als ich aufmache, stehen sämtliche Kinder der Adventgemeinde Banepa davor und singen jeweils die Anfänge verschiedener Weihnachtslieder, in Englisch und Nepali. Daraufhin öffnet Esther, eine der älteren ihre Bibel und liest mir auf Nepali Jesaja 9,5. Sittal, vom Alter hübsch mittendrin unter den Kindern, teilt ein kurzes Gebet im Anschluss. Eine solche einfache Art um Weihnachtsfreude weiterzugeben war mir bisher unbekannt.
Als Europäer von Welt, konnte ich die Kinder natürlich nicht gehen lassen ohne ihnen Wasser zu geben. Als Süßigkeit mussten „Frostflakes“ herhalten in Ermangelung einer Schokoladenlade.
Die beste Frage mit Antwort, kann natürlich nur der Kindermund bringen: Abishek: „Raffael dhai, do you live alone here?“- „Yes, till now I do“- „And aren’t you afraid?“- Darauf hin die zweite Esther, eine der jüngeren: „No, he is not, Jesus is here, too! He does not have to be afraid.“ – Ja so einfach kann es sein!